Es fühlt sich schon wieder wie Herbst an: Tagsüber kann es sehr warm sein und nachts kühlt es stark ab. Deshalb ist es in dieser Jahreszeit noch wichtiger, die Belüftung richtig einzustellen und auf Details zu achten. Stellen Sie sicher, dass Sie die Belüftungskapazität schnell genug reduzieren, um unerwünschte Zugluft durch zu viel Belüftung zu vermeiden.
Um das Risiko von E. coli zu verringern, ist es wichtig, Leckluft zu verhindern. Achten Sie dabei auf Auslaufschieber, Türen und Ventilatoren, die nicht laufen. Klimaspezialist Ruud van Wee rät Geflügelhaltern, alle sechs Monate einen Rauchtest in ihrem Stall durchzuführen, um die Funktion der Belüftung zu überprüfen. „Wenn man nur mit einer Wärmebildkamera herumläuft, ist man manchmal erstaunt, was man sieht“, sagt Ruud. „Selbst in neuen Ställen entsteht manchmal Leckluft an Stellen, wo man sie nicht haben möchte. Dies kann einen Geflügelhalter viel Geld kosten.“
In Masthähnchenställen kann es zu Leckagen bei nicht laufenden Ventilatoren oder über nicht richtig schließenden Auslaufschiebern (bei BLK-Küken) kommen. Denken Sie auch an (Überkopf-)Türen, nicht richtig schließende Ventile oder Leckagen durch Spalten in der Dachisolierung.
Bei zu viel Leckluft entsteht Zugluft für die Küken und der gewünschte Unterdruck kann nicht erreicht werden. Einige Beispiele, worauf Sie achten sollten:
In vielen Ställen wird ein Wärmetauscher verwendet. Es ist wichtig, dass die Luft, die durch den Tauscher nach innen kommt, sich gut im Stall verteilt, ohne dass auf Tierniveau durch die Schubventilatoren zu viel Luftbewegung entsteht. Auch dies können Sie mit einem Rauchtest gut sehen.
In einem Vermehrungsstall tritt oft mehr Leckluft auf, als man denkt. Denken Sie beispielsweise an eine zu große Öffnung bei den Mistbändern, die über den Boden laufen. Selbst eine kleine Öffnung von etwa 15 bis 20 Zentimetern kann bereits Leckluft verursachen. Bei älteren Ställen gibt es manchmal eine Mistgrube mit einer größeren Öffnung von etwa 50 bis 60 Zentimetern für den Mistabtransport. Wenn Sie dann keinen Mist abfahren und die Grube nicht abgedeckt ist, strömt viel Leckluft hinein. Dies kann dazu führen, dass es beispielsweise vorne im Stall sehr stickig ist und hinten zu viel Zugluft herrscht, weil zu wenig Luft durch die Lufteinlassventile in den Stall gelangt. Dies gilt übrigens auch für Eierbänder, insbesondere im Herbst und Winter, wenn die Temperatur hinter den Eierbändern viel niedriger ist als im Rest des Stalls. Oder wenn sich der Eierraum direkt hinter den Eierbändern befindet, kann viel kalte Luft auf diese Weise in den Stall gelangen, wenn die Öffnung nicht abgedeckt ist. Dies kann dann zu (mehr) Bodeneiern führen, denn wenn es im Legenest zieht, legt die Henne das Ei woanders, was natürlich nicht wünschenswert ist.
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