Hitzestress bei Milchkühen vermeiden:

6 praktische Tipps für Stall, Fütterung und Weide!

Hitzestress bei Milchkühen ist ein häufig unterschätztes Problem in der Milchviehhaltung. Bereits bei Temperaturen ab etwa 20 °C können Kühe Schwierigkeiten haben, überschüssige Körperwärme abzugeben. Die Folgen sind eine geringere Futteraufnahme, weniger Wiederkauaktivität und sinkende Milchleistung. Gerade in den Sommermonaten ist es daher wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Hitzestress im Stall und auf der Weide zu reduzieren. Mit einfachen Management- und Fütterungsstrategien können Milchviehhalter ihre Tiere effektiv unterstützen.

Im Folgenden finden Sie 6 bewährte Tipps, um Hitzestress bei Kühen zu vermeiden und die Leistung der Herde zu stabilisieren.

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Unsere Tipps für Sie:

 

  • Ausreichend Wasser bereitstellen
    Eine ausreichende Wasserversorgung ist entscheidend, damit Kühe ihre Körpertemperatur regulieren können. Frisch, sauber und in ausreichender Menge! Kontrollieren Sie die Tränken – auch von Kälbern, Rindern und Kühen auf der Weide – täglich auf Funktionalität und reinigen Sie diese ebenfalls täglich.
  • Stallklima verbessern! 
    Ein gutes Stallklima hilft Kühen, Hitze besser zu verkraften.
    • Vermeiden Sie Überbelegung!
    • Bringen Sie Ventilatoren für eine zusätzliche Kühlung an, speziell in den Close-Up und Fresh-Cow-Gruppen und im Vorwarteraum zum Melkstand.
    • Achten Sie besonders auf die Hygiene der Liegeboxen.
    • Besonders empfindlich sind Hochleistungskühe sowie Tiere kurz vor oder nach dem Abkalben.
  • Kühe zu kühlen Tageszeiten weiden lassen
    Lassen Sie die Kühe morgens und abends weiden und füttern Sie in den frühen Morgenstunden.
  • Fütterung an Hitzeperioden anpassen
    Bei Hitze sinkt die Futteraufnahme der Kühe deutlich. Deshalb sollte die Fütterung angepasst werden.
    • Planen Sie den Einsatz der qualitativ hochwertigsten und schmackhaftesten Grundfuttermittel für die Sommermonate ein.
    • Verwenden Sie Futter mit einer hohen DCAB.
    • Füttern Sie zwei Mal täglich.
    • Schieben Sie das Futter regelmäßig an.
    • Zur Vermeidung von Nacherwärmung setzen Sie Säurekonzentrate ein.
    • Außerdem sollten Futtermittel möglichst kühl und frisch bleiben, um Nacherwärmung zu vermeiden.
  • Rationen anpassen
    Auch die Rationsgestaltung kann helfen, Hitzestress zu reduzieren. Damit können Leistungseinbußen während Hitzeperioden begrenzt werden.
    • Reduzieren Sie die Kraftfuttermenge um max. 1 kg/Kuh/Tag.
    • Bei starkem Hitzestress: um 2 kg/Kuh/Tag.
  • Trockensteher besonders beachten
    Trockenstehende Kühe reagieren besonders empfindlich auf Hitze.
    • Erhöhen Sie den Proteingehalt in der Ration um 1 %, da die Futteraufnahme der Kühe geringer ist. Dies hilft, den Abkalbeverlauf und die Geburtsgewichte der Kälber zu verbessern. Außerdem hilft es, die Durchfallneigung der Kälber zu senken.
    • Füttern Sie täglich frisch.
    • Akzeptieren Sie höhere Restfuttermengen.

Die Aufgabe des Milchviehhalters besteht nun darin, den Stress für das Tier möglichst gering zu halten. Die Spezialberaterinnen und Spezialberater Rind von ForFarmers team agrar helfen hierzu gerne bei der Auswahl geeigneter Produkte und geben Tipps zur Ergreifung geeigneter Managementmaßnahmen, um die Kühe darin zu unterstützen, die Hitzephase gut zu bewältigen.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns!

Fazit!

Hitzestress bei Milchkühen kann bereits bei moderaten Temperaturen auftreten und führt schnell zu Leistungsrückgang und Gesundheitsproblemen. Mit einer guten Wasserversorgung, einem optimierten Stallklima und angepasster Fütterung lassen sich viele negative Auswirkungen vermeiden.

Milchviehhalter sollten ihre Herde deshalb besonders in den Sommermonaten regelmäßig beobachten und frühzeitig Maßnahmen ergreifen.

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